Genau genommen ist ein Rucksack eine üble Sache. Ein Stück Ausrüstung, das dafür gemacht wurde, um beim Sport Zeug mit sich herum zu schleppen. Manchmal ist das nötig, aber deshalb hat ein Rucksack noch keinerlei Selbstzweck. Doch diese Sicht der Dinge ist anscheinend nicht mehr aktuell. Mit den Jahren wurden die Teile immer „komfortabler“, Tragesysteme etablierten sich und jetzt schleppt man knappe zwei Kilo und hat noch nichts dabei. Ist das wirklich die beste Lösung? Ich denke nein.
Da ich neben den Standardmodellen keine leichte Alternative gefunden habe, gab es für mich nur ein Patentrezept:
Selber machen.
Um Gewicht zu sparen, habe ich keine Hightechfasern verwendet sondern einfach nur alles Überflüssige weg gelassen. Der Stoff kommt eigentlich aus dem Müll: Zwei alte PKW-Airbags. Ziemlich robust das Material.
Das Schnittmuster ist unkompliziert. Eine Röhre, eine integrierte Vortasche und zwei Riemen fürs Brett. Rückenplatte, Schultergurte und Hüftflossen bestehen aus Teilen einer Isomatte. Mehr braucht es nicht.

Gewicht: 635g. Wenn man Zeltstoff verwendet, kann man nochmal ca. 200g sparen.
Der Hüftgurt wird seitlich geschlossen. So drückt kein Plastik auf den Knödelfriedhof.

Vorfach für Schaufel, Sonde und Felle.
Durch die verdrehte Deckellasche kommt man auch noch mit aufgeschnalltem Brett ans Hauptfach.
Materialkosten: < 50,- €
Zeitaufwand: Ein Sommer
Nerven: Viele
Tobi