Lange haben wir gewartet. Pünktlich zum Winterbeginn ist es soweit: Es dumpt, das Gleitzeitkonto ist gut gefüllt und die letzten Jobs vor Weihnachten machen auch keine Zicken, also los.

Gestern die Zweifel: liegt im Spitzing genug?
Heute im zweiten Gang mit Vollgas die Straße raufgeorgelt.
Oben Gewissheit: das Steinebrett bleibt im Auto.

Nach den ersten Metern geht die Spur von der Straße weg. Aber keine Chance – trotz Split versinken wir bei jedem Schritt übers Knie. Also geradeaus weiter. Zwischen unterer und oberer Firstalm finden wir eine alte Spur, in der wir nur 20 cm einsinken. Immerhin, es geht aufwärts.

Schlechtes Wetter, guter Schnee. Endlich wieder Nasentröpferl, kalte Finger und die Felle unter den Füßen. Endlich wieder diese irrsinnige Vorfreude auf ein paar Höhenmeter unverspurten Powder.
Endlich wieder brennende Oberschenkel, sich den Berg raufwühlen und schwören, nächstes Mal mehr zu trainieren. Wir keuchen bei jedem Schritt, die Belohnung immer direkt vor den Augen. Jeder Meter wird doppelt zurückbezahlt.


Schnell wird umgebaut. Der Powder wartet nicht. Einen kleinen Stich hat er schon, aber für die erste Tour sind die Bedingungen perfekt.

Firstline

Die letzten Turns um 10.30 Uhr.
Um 12 Uhr sitze ich wieder im Büro. Mit dem Kopf bin ich noch ganz wo anders.
Wenn’s so weiter geht, wird dieser Winter letschändäry. Der Auftakt war es auf jeden Fall:

Die Beschreibung zur Tour auf die Brecherspitze mit Karte, Routenskizze und weiteren Fotos gibt's im Backcountry Guide von Matthias Rotter.