Wenn nichts geht, geht's ins Stubai. Hoch hinaus und ab in die Wilde Grubn. Der Premierentag der Saison 12/13 beginnt um 05.00 Uhr. Nei in die Garnitur und ab zum Bus vom G-Bo Boarderteam.

Umweltbewuste Wintersportteilnehmer fahren Bus. 20 Euronen für 450 Kilometer, Hopfenkaltschale auf der Fahrt und gerechter Sound für Boarder ab 05:45. Was will man mehr?
Der Parkplatz in Griffweite. Rechts vor der Brücke wird angefellt. Das erste Mal fühlt sich jedes Mal wieder saugut an.

Seitenwechel, der Einstieg ist ja bekanntlich hinter dem oberen Busparkplatz. Da gibt's dann zwei Varianten: links unter der Liftgasse - oder rechts Richtung Dresdner Hüttn. Klar ich hab Zeit und es geht rechts ab. Dabei immer im Blick: die Steine unter der spärlichen Schneedecke, man muss ja auch wieder runter, so ganz ohne Liftticket. Die 200 Hömes bis zum ersten Plateau sind easy, nur zwei Tourengeher vor mir in Sichtweite.
Die lassen sich aber mächtig Zeit, schon in der ersten längeren Steigung stehe ich neben ihnen und werde mit einem Gagfeuerwek beglückt. "Der junge Man hat wohl ein neues Gipfelkreuz dabei?" Egal, des Martal is mei Brettl und schon bin ich ums Eck. Der Aufstieg gestaltet sich gut und schattig, der günstige Odlo Fleecepulli unter der Windjacke ist da gerade recht. Und so weiter und so gut. Auf einmal streift mich ein Bus in Form eines bergauf skatenden Skifreaks. So wie der abgeht, können die hier die Lifte bald zusperren. Da bleib ich erst mal stehen und genieße das Spektakel aus sicherer Entfernung.

Brotzeit in der Halbsonne, Kaminwurzen, Bauernbrot und an Tee - jetzt sind der Winter und das Tourengehen endlich wieder bei mir angekommen. In der kurzen Stille sehe ich mich um, dabei endecke ich unzählige kleine Rinnen, die es wert sind, dass sich da mal jemand drum kümmert. Aber heute nicht, da braucht's noch 1 - 2 Meter mehr an Unterlage. Eingepackt und weiter geht's. Vor mir taucht nach wiederum einer guten Stunde mein Zielhang auf. Nur noch eimal ums Karee, so wie beim Hochzeitswalzer und ich stehe am Rand der Skipiste.

Schon toll, wie es da an einem schönen Samstag abgeht. Irgendwie gefallen's mir, die ganzen Ski- und Board Hampelmänner in Ihren Michelin Anzügen. "Jo man, baby jo jo" tönt's an der Bude, genauer am Schwammerl, wo ich das erste Mal mein Equipment ablege. Rein in den Gamsgarten und den Rest der Truppe gesucht. Als erstes ein isotonisches Dunkles eingefahren, das zischt wie meine neuen Kohla Felle. Nach einem Grundkurs durch alle möglichen Dialekte und ost- und slawischen Fremdsprachen würde noch ausgemacht, wo und wann die Aftershow steigt - alles klar.

Members of the Läääääääätschendääääääry G-bo Border Team. Ich glaub schön langsam, dass Weisbier und ein leichter Ansatz von Alkohl meine Leistungsfähigkeit steigern - zumindest in den ersten 3 Minuten. Weiter geht's leicht westlich eine nicht geöffnete Liftgasse im Stechschritt bergauf.

Umgebaut in Rekordzeit - ist ja auch das erste Mal für meien neuen 3-Teiler. Der erste Hang ist noch unberührt, ich entschließe mich aber, den Straightway zu nehmen und gleich im Anschluss den Ziehweg zur Wildengrube ohne Zwischenstop zu machen.
Passt.

Nach einer halben Stunde zwischen Steinen und schrecklich toll aussehenden Hängen, die mehr versprechen als Dieter Bohlen und weniger halten, war schon Ende.

Unten dann "Kein Ende in Sicht....." After Show Party mit den G-Bo Team.

"Und dann die Hände zum Himmel!" Geballte Lebenslust, null Etikette und keine Sorge ums eigene Erscheinungsbild. Das Patentrezept einer guten Party.

Markus