Was taugt der Bayrischewald als Tourengebiet. So die Diskussionen im Lieblingsforum. Ja was, wo gibts da Runs die es Wert sind? Oder geht überhaupt irgend etwas was? Lesen, blabla blup ist nicht der Wildschnee Style. Antesten ist angesagt.

Der Aufbau beginnt von Bodenmais auf einem Volkslanglaufskiweg Richtung kleiner Arber. Auf den Weg geht`s monoton weiter und weiter und weiter. Das leiert in mir wie ein alter Kaugummi, der schon längst ausgespuckt gehört. Die Notbremse ist angesagt, irgendwann hab auch ich genung von den Skiloipen und Skating Weg. Nach 4,5 km Autobahn geht es in Eigenregie krass links ab in die Pampas. Mit den ersten Blick auf den Großen.

Das Wetter voll blau weiß, im Winterwonderland. So sollte es immer sein, dass es auch schnell anders kann wissen wir.

Den kleinen Arber lassen wir mal links liegen, unterhalb vom Brocken wieder links zu den Radaranlagen, dass ist jetzt die neue Marschrichtung. Eine schlagartige Wetterverschlechterung und Pinguine sind zugleich im Anmarsch.

Der große Arber, wobei das Groß mir leicht übertrieben scheint, mit 1600 Meter. Der Auftakt des ersten Tages wird mit einer Vernunftsentscheidung abgeschlossen. Die da lautet: Nicht Track back nach Bodenmais abzufahren, sondern straight zum Arbersee. Das war auch die beste Wahl des Tages. Die Abfahrt zum Arbersee brachte auch wieder etwas Smillie ins Gesicht. Die Forestruns sind halt genau meine Sache, Waldmeistergeschmack.
Das Gute daran, dass wir aus 3 Stunden Aufstieg (1000 Hm ) 600 Hm Waldabfahrt herauskitzeln. Das ungeliebte, aber hilfsreichste Höhenmeter Vernichtungsmittel des Tages ist die Benutzung eines Skibuses Berg ab. Für 3 Euronen 20 sind wir wieder am Start. Der Bus bringt uns zum Ausgangspunkt nach Bodenmais zurück. Nach der Nullnummer am Arber war klar, dass kann es nicht gewesen sein. Ende des ersten Akt.

Teil 2 beginnt genau am nächsten Tag, Vormittag um 10 mit der Abfahrt von der Homebase zum Arbersee. Heute wird der Herr der Ringe direkt am Arbersee geparkt.

Die Vorgabe: Heute wird nicht mit dem Bus nach Bodenmais zurück gefahren. Den Schmarrn hatten wir gestern. So sind heute einige Ausrüstungsgegenstände getauscht. Mein heutiges Kampfgerät: Ein Wildschnee zweiteiler und das 2014 Spark R&D Magneto System. Up to day, mit 2 Teiler, klarer Baggystyle. Mein GPS was gestern noch im Regal lag, ist heute am Mann. Cleverer sich im Aufstieg Punkte zu markieren, als drauflos zu phantasieren.

Der Aufstieg gestaltet sich Dank der vorhanden Schneeschuhgeherspur recht leicht, 2 Teiler passen optimal in sowas hinein. Im Bayrischenwald gibt es mehr Schneeschuhgeher wie alles andere zusammen. Das gute an den Knechten ist, dass die mir die Spur schon straight vorlegen. Echt freundlich sind`s ... dafür fahr ich den Powder zusammen. Arbeitsteilung ist das Zauberwort.

On the top, der Umbau wird an der alten Arberhüttn ratzfatz erledigt. Das neue Spark R&D Magneto Systems zeigt auch bei Vereisung keine Schwächen. Den Pin vermisse ich nicht wirklich mehr. Meine Gipfelhalbe fällt aus, wegen ist nicht. Die Hüttn ist nicht mehr bewirtschaftet, heute kein Hopfentee. Einziger Trost bleibt mir die Sonne. Sie meint es gut und zeigt den Arber von einer besseren Seite.

GPS raus, gleich mal durchgezippt wie und in welche Richtung ich ausschwenken muss, um das Optimale an Abfahrt Hm herausholen zu können.

Firstlines gibt es immer, und meist überall. Nur Augen auf, Pauli Brause!

Den gefrorenen Wasserfall gabs noch zum nullinger, sowas ist Plicht. Kaum zu glauben, dass es sowas mitten im Wald gibt. Ich bin ein Fan von lichten Waldabfahrten, ja wer so was mag ist genau richtig am Arber aufgehoben. Auch wenns nicht die mega Brüller Abfahrten ala Rifler & Co sind, hat auch der Arber seinen Reiz. Vom Schnee war es bombastisch.
Markus